Sichtbare Narben können
durch viele Ursachen entstehen: Verletzungen,
Unfälle, Verbrennungen und weitere Ursachen.
Aber auch nach Operationen sind Narben häufig
unvermeidlich. Das Aussehen einer Narbe nach
Abschluß der Wundheilung ist von verschiedenen Faktoren abhängig:
Art und Umfang der Verletzung, Tiefe der Wunde, Art und Dicke der
verletzten Haut, das Alters des Patienten, Wundhygiene, die
individuelle Fähigkeit zur Wundheilung, aber auch von der Art und
Güte der zur Beseitigung der Wunde erfolgenden Operation
(Nahttechniken etc.).
Obwohl in
vielen Fällen die Bildung von Narben nicht vollständig vermieden
werden kann oder bereits vorhandene Narben nicht vollständig
entfernt werden können, ist es geübten Plastischen Chirurgen
möglich, das Aussehen und Erscheinungsbild einer Narbe wesentlich zu
verbessern. Es kommt neben einem nicht erwünschten Erscheinungsbild
einer Narbe auch vor, das Narben wuchern, jucken, Schmerzen
verursachen oder sogar die Beweglichkeit gravierend einschränken.
Neben diesen Belastungen des Patienten können psychische Belastungen
auftreten und in Extremfällen auch soziale Ausgrenzungen.
Glatte
Verletzungen der Haut, wie Schnittverletzungen heilen in der Regel
ohne Probleme ab, da kaum Gewebe verloren geht (gleiches gilt für
Operationsschnitte). Narben nach Schnitt-verletzungen bilden eine
feine weiße Linie, die kaum störend ist. Anders bei Wunden, bei
denen viel Gewebe verloren gegangen ist, wie z.B. bei Verbrennungen
und Bißwunden. Hier bilden sich bei der Wundheilung entsprechend
großflächige Narben. Auch wenn die Wundheilung z.B. durch eine
Infektion gestört wird, kann es zu einer auffälligen Narbenbildung
kommen.
Je nach Art
der Verletzung und der Wundheilung können sich verschiedene
Narbentypen bilden:
-
Narbenkontrakturen
-
Atrophe
Narben
-
Hypertrophe Narben
-
Keloide
Eine
Narbenkontraktur
liegt vor, wenn das Narbengewebe
schrumpft, sich stark zusammen
zieht und abschließend
verhärtet. Durch diese
Art der Wundheilung entstehen ungleichmäßige und stark verwachsene
Narben, die nicht nur unschön aussehen, sondern auch eine
Funktionsbeeinträchtigung zur Folge haben können (Einschränkungen
der Beweglichkeit, insbesondere wenn die Narbe ständigen
Zugspannungen ausgesetzt ist, z.B. im Schulterbereich, Rücken und
Gelenke). Narbenkontrakturen treten hauptsächlich nach
Verbrennungen, großflächigen Hautverletzungen und Entzündungen auf.
Bei atrophen Narben
wird bei der Wundheilung insgesamt zu wenig Gewebe gebildet, um die
Wunde auszufüllen. Die Narben
sind gegenüber der Hautoberfläche eingesunken,
so daß der Grund der Narbe tiefer liegt als die umgebende Haut.
Hypertrophe Narben
entstehen, wenn bei der
Wundheilung zuviel neues Gewebe entsteht. Die Narben ragen über die
Hautfläche hinaus und bilden eine wulstige Erhebung auf der Haut.
Hypertrophe Narben sind häufig stark durchblutet und in der Folge
stark gerötet und dementsprechend auffällig. Diese Art der
Narbenbildung erfolgt häufig nach Verbrennungen, wenn die Wunde
während des Heilungsprozesses bzw. der Wundschließung starken
Zugkräften ausgesetzt ist oder eine Entzündung vorlag.
Keloide
sind Narbenwucherungen die
durch eine zu starke Produktion von Bindegewebe während der
Wundheilung entsteht. Das Narbengewebe wächst über die Wunde hinaus
und kann sich auch tumorartig auch auf das benachbarte Gewebe
ausdehnen.
Operative
Behandlung von Narben:
Führen
konservative Behandlungsmaßnahmen durch Medikamente
und Salben nicht zu dem gewünschten Erfolgt, können
durch operative Maßnahmen
Verbesserungen erreicht werden.
Operationsmöglichkeiten:
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